Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Hessen

Frauen schaffen Frieden

Veranstaltungsreihe der Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main

Frauen und Mädchen werden in bewaffneten Konflikten häufig gezielt Opfer sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Beispiele und wissenschaftliche Studien, dass eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen zu umfassenderen und erfolgreicheren Friedensprozessen führt. Mehr bedeutsame Teilhabe von Frauen an Friedensprozessen fordert auch die UN-Resolution 1325 zu »Frauen, Frieden und Sicherheit«, deren Ratifizierung sich dieses Jahr zum 20. Mal jährt. Mit dem Reihentitel »Frauen schaffen Frieden« orientieren wir uns an der Resolution 1325 und diskutieren anhand praktischer Beispiele Fortschritte, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten.

 

 

Militarisierte Männlichkeit versus feministische Friedenspolitik?

Online-Seminar

mit Marieke Fröhlich

Mittwoch, 21. April 2021, 19 – 20.30 Uhr

Einladung zur Veranstaltung als pdf

Geschlechterstereotype liegen internationaler Politik zugrunde und sind eng mit unserem Verständnis von internationalen Konflikten verwoben. Bilder von kämpfenden Männern und falschem Heldentum prägen entsprechend die Diskurse und Berichterstattungen über Konflikte. Dabei sind es genau diese geschlechtsbezogenen Narrative, die Militarisierung auch vorantreiben. Wie wirken sich diese Bilder auf (zivile) Konfliktbearbeitung und Postkonfliktsituationen aus? Wie kann eine feministische Friedenspolitik gestaltet werden, die militarisierte Männlichkeitsbilder erkennt und ihnen andere Ansätze entgegenstellt? Über diese und weitere Fragen sprechen wir mit Marieke Fröhlich, der Co-Vorsitzenden der deutschen Sektion der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF).

Zugang zum Online-Seminar: 
Um Anmeldung wird gebeten: frieden@bistum-mainz.de
Sie erhalten die Einwahldaten dann per E-Mail

 

Zur Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main gehören

  • DFG-VK Bildungswerk Hessen e.V.
  • Fachbereich Frieden im Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
  • Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
  • pax christi Rhein-Main, Regionalverband Limburg und Mainz
  • Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz

Bisherige Veranstaltungen in der Reihe:

Einsatz für Menschenrechte und gegen Straflosigkeit in Jemen und Kolumbien

Online-Seminar

mit Barbara Lochbihler

Freitag,  6. November 2020, 17 bis 19 Uhr

Einladung zur Veranstaltung als pdf

Barbara Lochbihler war EU-Abgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen, Generalsekretärin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF) in Genf und Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland. Heute sitzt sie im UN-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen. In all diesen Funktionen setzt sie sich engagiert für Menschenrechte und gegen Straflosigkeit ein. Wir sprechen mit ihr darüber, was sich seit der Weltfrauenkonferenz 1995 für Frauen in Kriegen und Konflikten getan hat: Was wurde erreicht, welche Herausforderungen bleiben bestehen? Was hat die UN-Resolution 1325 bewirkt und wie zeigt sich dies in den Beispielländern Jemen und Kolumbien? 

Frauen in der interreligiösen Friedensbildung in Südosteuropa

Veranstaltungseinladung als pdf

Online-Seminar mit Ana Raffai (RAND - Regionalna adresa za nenasilno djelovanje / Regionale Adresse für gewaltfreies Handeln), Kroatien

Freitag,  4. September 2020, 17-19 Uhr

Ana Raffai und ihr Mann Otto gründeten vor über 25 Jahren in Kroatien die Organisation RAND (Regionalna adresa za nenasilno djelovanje - Regionale Adresse für gewaltfreies Handeln), mit der sie bis heute Workshops in Südosteuropa (vor allem Bosnien, Serbien und Kroatien) anbieten. Ihr Ziel ist es, durch Trainings in gewaltfreiem Handeln die Versöhnung und das Verständnis zwischen den Volksgruppen und Religionen der Region zu stärken und damit erneute Gewaltausbrüche zu verhindern. Dabei ist auch die Rolle von Frauen zentral, sowohl als Opfer von sexualisierter Gewalt und Diskriminierung als auch als aktive Friedensstifterinnen in der Region.

Letztes Update: 12.04.2021, 20:15 Uhr