Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

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Informations- und Diskussionsveranstaltung
Kampfstadt „Schnöggersburg“

mit Claudia Haydt (Informationsstelle Militarisierung e.V., TĂŒbingen)

Dienstag, 7. Mai 2013, 19 Uhr

FRANKFURT a.M.
DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69 – 77 

Plakat zur Veranstaltung      Flugblatt zur Veranstaltung

Schnöggersburg, was ist das?

Irgendeine Kleinstadt? Noch nie gehört.  Schnöggersburg wird neu gebaut fĂŒr die Bundeswehr und befreundete Truppen. Hier soll AufstandsbekĂ€mpfung geĂŒbt werden.

Schnöggersburg liegt im Norden von Magdeburg, auf militĂ€rischem GelĂ€nde der Bundeswehr. Hier sollen EinsĂ€tze im stĂ€dtischen Umfeld trainiert werden fĂŒr den „Ernstfall in Krisengebieten.

Die Kampfstadt hat alle Charakteristika einer Großstadt: 500 GebĂ€ude, auch HochhĂ€user, Kanalisation, U-Bahn-Tunnel, AutobahnstĂŒck, ein breiter Fluss, ein Bahnhof, Fabriken.

„Die Gefahr lauert in der Kanalisation, auf HĂ€userdĂ€chern, in GebĂ€uden. AttentĂ€ter verstecken sich in Menschenmengen. Darauf mĂŒssen die Soldaten vorbereitet sein, damit sie sich schĂŒtzen und verteidigen können.“ (Wehrbereichsverwaltung Ost)

Das zeigt, worauf die „Armee im weltweiten Einsatz“ vorbereitet wird. GroßstĂ€dte, auch mit U-Bahnen, gibt es im globalen SĂŒden – Kairo, Teheran, Shanghai, Sao Paulo, Istanbul, Mexico-Stadt, Johannesburg, u.v.m.
GroßstĂ€dte gibt es in Europa, GroßstĂ€dte gibt es in Deutschland.

AufstÀndische in Deutschland?

Überall auf der Welt nimmt die soziale Unruhe zu. Unsere NachbarlĂ€nder im SĂŒden werden erschĂŒttert von Demonstrations- und Streikwellen gegen die Verarmungspolitik der Troika (EU, EZB, IWF). Sie sind schon fast „unregierbar“.

Selbst in Deutschland nehmen Streikbewegungen zu. Was wÀre, wenn sie sich vereinigten zum politischen Streik?
Schon das kann Regierung und militĂ€rischen Institutionen genĂŒgen, um einen „nationaler Krisenfall“, eine „GefĂ€hrdung der Inneren Ordnung“ oder gar einen Aufstand zu definieren.
Schon 1962 trainierte die Bundeswehr beim NATO-Manöver Fallex den Einsatz gegen Streikende.
Außerdem hat im letzten Jahr das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Bundeswehr auch innerhalb Deutschlands mit tödlichen Waffen eingesetzt werden kann. Jetzt wird geplant, die Truppe mit Kampfdrohnen auszurĂŒsten.

Noch ist Deutschland kein „Krisengebiet“, in dem die Bundeswehr zur AufstandsbekĂ€mpfung eingesetzt wird.
Aber die Herrschenden blicken weiter: eine Umfrage unter VorstĂ€nden globalen Großkonzerne ergab: die grĂ¶ĂŸte Angst haben sie vor sozialen Unruhen.

Heute wird die Bundeswehr im Ausland eingesetzt, um die wirtschaftlichen Interessen der großen Konzerne gegen „AufstĂ€ndische“ durchzusetzen.
In Deutschland werden heute schon soziale Proteste verboten und mit massiver Polizeigewalt eingeschĂŒchtert – unter dem Vorwand, es seien „GewalttĂ€ter“ zu erwarten. Zuletzt bei Blockupy 2012 in Frankfurt.


Militarisierung nach Außen und Militarisierung nach Innen sind zwei Seiten derselben Medaille: UnterdrĂŒckung von Widerstand gegen schreiende soziale Ungerechtigkeit und Unfreiheit. Dazu wird die Bundeswehr gebraucht.

Über diese Ungeheuerlichkeit wollen informieren und diskutieren:

Wir protestieren

  • gegen die europĂ€ische Krisenpolitik bei Blockuppy 2013 am 31.5./1.6. in Frankfurt
  • gegen die Kriegswerbung der Bundeswehr  auf dem Hessentag in Kassel im Juni


Veranstalter:

  • Frankfurter BĂŒndnis „Bildung ohne Bundeswehr“  
  • AK Zivilklausel Frankfurt/M 
  • Attac AG G+K Frankfurt/M.
  • Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Frankfurt
  • DIDF Jugend   
  • DKP Frankfurt
  • Friedensinitiative Rödelheim
  • Informationsstelle Militarisierung e.V.
  • LAG FIP (DIE LINKE Hessen)
  •     
Letztes Update: 23.04.2013 15:18
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