Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Hessen

100 Jahre War Resisters’ International (WRI)

Vorstellung zweier Publikationen zum 100. Jahrestag der Gründung der War Resisters' International

  • in Frankfurt/M., Donnerstag, 21. Oktober 2021

  • in Berlin, Dienstag, 26. Oktober 2021


FRANKFURT/M.: Donnerstag, 21. Oktober 2021

Veranstaltung zur Frankfurter Buchmesse im Rahmen der GegenBuchMasse

Einladung als pdf-Datei

 

Offenes Haus der Kulturen im Studierendenhaus, K4, (2. Stock)

Mertonstr. 26, 60325 Frankfurt am Main (U Bockenheimer Warte)

19 Uhr

Es gelten die am Tag der Veranstaltung aktuellen Corona-Regeln = voraussichtlich 3G = Zugang für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete. Die Plätze sind Pandemie-bedingt begrenzt. Anmeldung ist nicht erforderlich; wer auf einen garantierten Platz Wert legt, kann sich bis 7 Uhr am 21.10.2021 anmelden: dfgvkhessen<at>t-online.de

 

1. Vorstellung des Buches 

Gernot Jochheim:

Antimilitarismus und Gewaltfreiheit. Die niederländische Diskussion in der internationalen anarchistischen und sozialistischen Bewegung 1890-1940

Hrsg. von Wolfram Beyer, Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2021

Referent: Lou Marin (Verlag Graswurzelrevolution)

Es ist das Verdienst von Gernot Jochheims historischem Standardwerk, die europäische Geschichte des gewaltfreien Antimilitarismus dem Vergessen zu entreißen. Es wird deutlich, welche maßgebliche Rolle dabei die anarchosyndikalistische, rätekommunistische und linkssozialistische Arbeiterbewegung zwischen 1890 und 1940 in den Niederlanden sowie tolstojanisch geprägte Formen individueller Verweigerung gespielt haben. Es wird der Frage nachgegangen, wie Clara Wichmann, Bart de Ligt, Henriette Roland Holst und ihre Zusammenhänge diese Aktionskonzepte im Kontext des Ersten Weltkriegs sowie der Bürgerkriege in Russland und Spanien weiterentwickelt haben.

 

2. Vorstellung der Broschüre

100 Jahre War Resisters' International.
Widerstand gegen den Krieg
Beiträge zur Geschichte des gewaltfreien Antimilitarismus und Pazifismus

Hrsg. von Wolfram Beyer, IDK-Verlag, Berlin 2021

Vortrag und Diskussion mit Dr. Gernot Lennert, Mit-Autor

Inhalt:

  • Wolfram Beyer: 100 Jahre WRI - Von den Anfängen der gewaltfreien Fraktion im Antimilitarismus
  • Gernot Jochheim: Antimilitarismus und Gewaltfreiheit. Historische Entwicklungen zur WRI-Gründung
  • Christian Scharnefsky: Zerreißprobe für den radikalen Pazifismus – Die WRI im Zweiten Weltkrieg (1939-1945)
  • Wolfgang Hertle: Friedensfördernde Grenzüberschreitungen – Die WRI nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Gernot Lennert: Aktuelle Arbeitsschwerpunkte der WRI
  • Christine Schweitzer: Der Förderverein WRI

Zur Veranstaltung in Frankfurt laden ein:

  • Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Frankfurt/M.
  • DFG-VK Bildungswerk Hessen e.V.
  • Verlag Graswurzelrevolution

 

Berlin, Dienstag, 26. Oktober 2021

100 Jahre War Resisters’ International

Anti-Kriegs-Museum

Brüsseler Str. 21, 13353 Berlin (U Leopoldplatz)

19 Uhr
 

1. Vorstellung des Buches

Gernot Jochheim:

Antimilitarismus und Gewaltfreiheit.

Die niederländische Diskussion in der internationalen anarchistischen und sozialistischen Bewegung 1890-1940

Hrsg. von Wolfram Beyer
Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2021

Referent: Lou Marin (Verlag Graswurzelrevolution)

Auf Wunsch Buchsignaturen durch Gernot Jochheim

2. Vorstellung der aktuellen Broschüre des IDK-Verlags Berlin

100 Jahre War Resisters’ International

Widerstand gegen den Krieg
Beiträge zur Geschichte des gewaltfreien Antimilitarismus und Pazifismus

Hrsg. von Wolfram Beyer
IDK-Verlag, Berlin 2021
Zum Inhaltsverzeichnis

Referent: Herausgeber und Mit-Autor Wolfram Beyer (IDK)

3. Weitere Grußworte und Beiträge zu 100 Jahren WRI

 

Zur Veranstaltung in Berlin laden ein:

 

Sonderausstellung:
Zum 100. Jubiläum der War Resisters‘ International (WRI)
im Anti-Kriegs-Museum Berlin
Bis Ende 2021). Mo-So 16-20 Uhr

100 Jahre WRI

Zwei Jahrzehnte sinnloser und erfolgloser Kriege in Afghanistan und im Irak mit jeweils rund 250.000 (Afghanistan) und mehr als einer Million (Irak) Toten haben gezeigt: Menschenrechte und Emanzipation können niemals durch militärische Besetzung und Krieg herbeigebombt werden. Sondern sie hinterlassen ein nur noch schlimmeres und ideologisch verhärteteres Schlachtfeld.

Diese katastrophalen Kriege zu Beginn des 21. Jahrhunderts zeigen, wie wichtig der gewaltfreie Antimilitarismus und der Widerstand gegen Krieg und Kriegsdienste aller Art gerade heute sind. Der Antimilitarismus blickt dabei auf eine kaum bekannte 100jährige Geschichte zurück. Zu ihr gehört die 1921 gegründete War Resisters’ International (WRI), die antimilitaristische und pazifistische Internationale, die heute mit 90 Sektionen und assoziierten Mitgliedsorganisationen in 48 Ländern weltweit Widerstand gegen den Krieg leistet und gegen Militärdiktaturen, gegen Rüstungsproduktion und für Kriegsdienstverweigerung eintritt.

Nur Gewaltfreiheit und Antimilitarismus bieten eine Perspektive, aus den mörderischen „Menschenrechtskriegen“ endgültig auszusteigen und sie auch nicht mehr durch Drohnenkriege, eine aufgerüstete und neue EU-Armee und katastrophale Rüstungsexporte zu  verlängern, die nur innerstaatliche Kriege von gescheiterten Staaten und aufgerüsteten Milizen endemisch fortsetzen. Der internationale gewaltfreie Antimilitarismus fordert die Abschaffung aller Kriege, aller Armeen und aller bewaffneten Milizen, die alle nur dazu dienen, den Krieg, diese Geißel der Menschheit, weiter mit Toten, Soldat*innen ebenso wie Zivilist*innen, zu mästen.

 

 

Letztes Update: 17.10.2021, 09:54 Uhr