Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

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Frankreich und Deutschland:

Aus »Erbfeindschaft« wird Freundschaft

Bedingungen, Akteure, Mittel

Mit PD Dr. Johannes Maria Becker, Konfliktforscher an der Marburger Philipps-Universität

Freitag, 28. Juni 2013, 16 bis 19 Uhr

FRANKFURT
Katholische Kirchengemeinde St. Gallus, Mainzer LandstraĂźe 299

Faltblatt als pdf

Aus »Erbfeindschaft« wird Freundschaft 

Es ist schon ein seltsames Paar: Erst führten sie – zwischen 1870 und 1945 – drei Kriege gegeneinander. Dann – nach dem letzten und blutigsten – wurden sie zu Vorbildern für ein friedliches und gedeihliches Miteinander, ja sogar zu den Motoren des europäischen Einigungsprozesses. Und dieser Prozess der Einigung hat nun in Zentraleuropa seit fast 70 Jahren den Frieden bewahrt. Und anderes ist derzeit nicht vorstellbar.

Was war passiert? Eine Reihe von politischen Faktoren hatten während des Zweiten Weltkrieges dies- und jenseits des Rheins viele Menschen und die Regierenden wach gerüttelt:

Heute ist die französisch-deutsche Partnerschaft – wenn nicht Freundschaft – vielfältig abgesichert. Tausende von Städtepartnerschaften, Universitätskooperationen, Forschungszusammenschlüssen und eine enge Wirtschaftsverflechtung sind Garanten hierfür. Daran rütteln auch die kleinen Krisen in den Beziehungen der staatsführenden Akteure nicht: "Krise im Verhältnis von François Hollande und Angela Merkel" titelten voreilig einige Medien Anfang Mai. Wenige Tage später vermeldeten sie dann eine intensive Kooperation beider Länder Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

Eine der interessanten Diskussionsfragen unserer Veranstaltung könnte sein, warum der Prozess der französisch-deutschen Freundschaft und damit die europäische Einigungsdynamik nicht schon 1871 oder 1918, sondern erst 1945 begonnen haben. Und wir wollen einen Blick werfen auf den "zivilgesellschaftlichen Kitt", der in den letzten Jahrzehnten zwischen den einstigen Erbfeinden gewachsen ist und ein wesentliches Ele
ment fĂĽr ein friedliches Miteinander in Europa bildet.

Johannes Maria Becker ist Politikwissenschaftler und Koordinator des
Zentrums für Konfliktforschung an der Marburger Philipps-Universität.


Veranstaltet von: Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main

Zur Projektgruppe gehören

  • DFG-VK Bildungswerk Hessen e. V.
  • Fachbereich Frieden im Zentrum Ă–kumene der EKHN
  • pax christi-Bistumsstelle Limburg
  • pax christi-Bistumsstelle Mainz
  • Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz

Mehr zur Projektgruppe

Die Veranstaltungsreihe 2013 wird gefördert durch den Katholischen Fonds und die Landeszentralen für politische Bildung in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Letztes Update: 25.06.2013 13:25
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