Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

Landesverband Hessen

StartAktuellGeschäftsstelleBildungswerkThematischesMaterialGruppenDFG-VK Rheinland-Pfalz

Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.
Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen
und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.

Grundsatzerklärung der DFG-VK und der War Resisters' International
(WRI, Internationale der KriegsdienstgegnerInnen)

Die Ursachen des Krieges zu beseitigen, das heißt auch, sich darüber klar zu werden, wie Kriege entstanden sind, wer sie aus welchen Gründen begonnen hat. Wir betrachten historische Entwicklungen und Ereignisse, um für die Gegenwart zu lernen.

Die Militarisierung der deutschen und europäischen Außenpolitik schreitet voran. Keine Art von Krieg zu unterstützen, das bedeutet heute, die Rechtfertigungen zu widerlegen, die von der Politik für Existenz und Einsatz des Militärs vorgebracht werden.

Die Zukunft entsteht aus dem, was Menschen heute tun. Wir zeigen Beispiele aus der weltweiten Arbeit gegen Krieg und Militär, wollen anregen zu eigenständigen Aktionen und tragen zu ihrer inhaltlichen Vorbereitung bei.

Frieden braucht Bildung

Was wir tun

Der 20. Juli

Dieses Datum markiert das offizielle Gedenken der Bundesrepublik Deutschland an einen Widerstand gegen das NS-Regime, der sich am ehesten staatstragend vereinnahmen läßt. Wir haben in den vergangenen Jahren in Kooperation mit der DFG-VK Berlin Veranstaltungen zu diesem Tag durchgeführt, um die Beteiligung vieler Akteure des „militärischen Widerstands“ an den nationalsozialistischen Kriegsverbrechen darzustellen und die Fragwürdigkeit der deutschen Geschichtspolitik aufzuarbeiten und öffentlich zu diskutieren.

Europas Militär

Auf Einladung des DFG-VK Bildungswerks Hessen sprachen Jorgen Johansen vom Centre for Peace Education der Universität Tromsö und René Burget von der Union Pacifiste de France auf der Konferenz gegen die Militarisierung der Europäischen Union im März 2007 in Wiesbaden - unser Beitrag zum Protest gegen das Treffen der EU-Kriegsminister, das zur gleichen Zeit in Wiesbaden stattfand. Außerdem haben wir auf der Konferenz die Arbeitsgruppe zum Thema „Rüstung und Sozialabbau“ vorbereitet und geleitet.

Transnationale Friedensarbeit

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Versuch, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die transnationale Arbeit gegen Krieg und Militär zu lenken. Beispiel USA: Zusammen mit dem Offenbacher Verein Connection haben wir Aktivistinnen aus der USamerikanischen Friedensbewegung eingeladen. Lori Hurlebaus und Aimee Allison berichteten auf einer Rundreise durch die Bundesrepublik und Luxemburg über die Aktionen zur Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren der US-Armee. Außerdem machten sie ihre äußerst professionelle Antirekrutierungsarbeit bekannt, mit der sie sich gegen die allgegenwärtige Nachwuchswerbung des Militärs wehren.

Antirekrutierung

Die Bundeswehr drängt immer massiver in die Öffentlichkeit und erprobt neue Methoden der Nachwuchswerbung. Ihre wesentliche Aufgabe, nämlich die Androhung und notfalls Anwendung kriegerischer Gewalt, wird dabei verschwiegen. Immer stärker wirbt das Militär mit dem Argument des „sicheren Arbeitsplatzes“. 2008 wollen wir mit Seminaren und Veranstaltungen zu einer Vernetzung der Initiativen beitragen, die mit Aktionen zur Antirekrutierung gegen die Bundeswehrpräsenz in Arbeitsagenturen und Jobcentern protestieren. Das ist auch ein Versuch, sich der schleichenden Banalisierung des Militärischen im Alltag zu widersetzen.

Afghanistan

So richtig die Forderung nach einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan sein mag, es reicht nicht, sie nur zu wiederholen. Sie muß auch begründet werden. Daß diese Begründung sehr gut möglich ist, zeigte die Veranstaltung, die wir im September 2007 organisiert haben. Der Politikwissenschaftler Matin Baraki, der selbst aus Afghanistan kommt und seit langem in der Bundesrepublik lebt, diskutierte mit uns die Perspektiven des Landes ohne Bundeswehr.

Israel

Zur Friedensarbeit in Israel haben wir immer wieder Veranstaltungen mit Mitgliedern unterschiedlicher israelischer Friedensorganisationen und antimilitaristischer Gruppen durchgeführt, die über ihre Aktionen und die Anstrengungen berichteten, die es kostet, in einem permanent bedrohten und stark militarisierten Land zu einer Lösung des Konflikts beizutragen. Aber man muß ja nicht immer nur Vorträge halten: 2007 haben wir mehrere Konzerte mit dem israelischen Friedensaktivisten und Liedermacher Ofer Golany organisiert.

Zum Nachlesen

Das Hessen-Info ist der Rundbrief von DFG-VK Bildungswerk und Landesverband Hessen. Ab 2008 soll er in neuer Form einer etwas breiteren Öffentlichkeit Seminarberichte sowie Analysen und Kommentare aus konsequent pazifistischer Sicht präsentieren. Für 20 Euro im Jahr schicken wir Ihnen das Hessen-Info gerne zu.

Lassen Sie uns drüber reden:

Islam aus friedenspolitischer Perspektive

Aus einem Seminar des Bildungswerks zu dem Thema entstand das Buch „Salam oder Dschihad“ (Alibri-Verlag). Autoren und Autorinnen des Bandes stehen für Vorträge und Diskussionen zur Verfügung.

Die Russen kommen wieder! Oder nicht?

Die Beziehungen Europas zu Rußland stecken in der Krise. Was besdtimmt die jeweiligen Interessen, wie sind die Möglichkeiten basisdemokratischer Arbeit?

Zivilmacht im Kampfanzug?

Die Bundesrepublik baut ihre militärischen Fähigkeiten immer weiter aus. Welche Rolle spielt das „Zivilmacht“-Konzept in der deutschen Außenpolitik noch - oder ist es etwa nur der Ausdruck einer subtileren Militarisierung?

Friedenskonzepte von der Antike bis zur Moderne

Ein historischer Überblick über unterschiedliche Friedenskonzepte. Der Schwerpunkt liegt auf dem Vergleich bürgerlicher und anarchistischer Entwürfe, etwa bei Bertha v. Suttner und Pierre Ramus.

Kriegsdienstzwang - Kriegsdienstverweigerung

Ist Kriegsdienstverweigerung ein Menschenrecht oder nur aus Gewissensgründen statthaft? Woher kommt die Aktionsform Kriegsdienstverweigerung, und wie ist die Lage von Verweigerern in der Bundesrepublik und in anderen Ländern?

Zu Themen aus unseren Arbeitsbereichen vermitteln wir Ihnen Referentinnen und Referenten.

DFG-VK Bildungswerk Hessen
Mühlgasse 13 in 60486 Frankfurt
Tel.: 069 - 43 14 40
E-Mail: dfgvkhessen@t-online.de

file:///mnt/lan/HORST/web/www.dfg-vk-hessen.de/bildungswerk/faltblatt.pdf

Ja, ich will

Ich möchte das DFG-VK Bildungswerk Hessen mit einer regelmäßigen Spende unterstützen.
Das Bildungswerk ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden sind steuerlich absetzbar.

file:///mnt/lan/HORST/web/www.dfg-vk-hessen.de/bildungswerk/faltblatt.pdf

Letztes Update: 09.10.2013 11:42
Druckversion Kontakt Impressum