Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

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Die Verantwortung Deutschlands in der Welt?

Flugblatt der DFG-VK Frankfurt, erstmals verteilt Ostern 2014, als pdf

Nachdem Horst Köhler 2010 wegen seinen Aussagen zur militĂ€rischen Durchsetzung ökonomischer Interessen als BundesprĂ€sident zurĂŒcktreten musste, haben BundesprĂ€sident Gauck, Verteidigungsministerin von der Leyen und Außenminister Steinmeier auf der MĂŒnchener Sicherheitskonferenz ins gleiche militaristische Horn geblasen: Den Krieg als Mittel zur Durchsetzung nationaler Interessen zu normalisieren. Der ehemalige Pfarrer Gauck versucht unter dem Deckmantel der „Verantwortung Deutschlands in der Welt“ die Bundeswehr als Heilsarmee darzustellen, frei nach dem Motto von 1914: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.“
 
Wir stellen uns gegen diese Instrumentalisierung der Moral in der Politik und die Rehabilitierung der Nachfolgearmee der Wehrmacht.
 
„Krieg ist nur die DrĂŒckebergerei vor den Aufgaben des Friedens“
            - Thomas Mann
 
Wie 1914 gilt auch 2014: „Die Waffen nieder!“ (Bertha Suttner, MitgrĂŒnderin der Deutschen Friedensgesellschaft)
 
Nachfolg finden sie unsere Perspektiven fĂŒr ein friedliches und ziviles Zusammenleben weltweit.

Beendigung aller AuslandseinsÀtze der Bundeswehr
Drei Viertel der in Deutschland lebenden Menschen lehnen eine Ausweitung der AuslandseinsÀtze ab. Das hat nichts mit Bequemlichkeit oder Weltabgewandtheit zu tun. Wir sehen die Verantwortung Deutschlands vor allem darin, mit zivilen Mitteln zur gewaltfreien Beilegung von Konflikten beizutragen, z.B. in der Ukraine.
 
Keine BundeswehreinsÀtze im Innern
Die Bundeswehr und Teile der Politik drĂ€ngen im Rahmen der Strukturreform der Bundeswehr hin zu einer Interventionsarmee im weltweiten Einsatz auch auf den bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Innern. Im Sommer 2012 hat das Bundesverfassungsgericht dafĂŒr aus juristischer Perspektive grĂŒnes Licht gegeben. Wir stellen uns gegen jede Möglichkeit des Bundeswehreinsatzes im Innern, egal ob zur TerrorismusbekĂ€mpfung oder zur Niederschlagung von sozialen Protesten in Krisenzeiten.
 
RĂŒstungsproduktion stoppen und den Waffenhandel unterbinden
Noch 2012 wurden in Deutschland Waffen und Munition fĂŒr Russland und fĂŒr die Ukraine genehmigt. Was Paul Celan geschrieben hat gilt nach wie vor: „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.“ Wir sind MittrĂ€ger der Aktion Aufschrei
 
Keine UnterstĂŒtzung des Kampfdrohnenkrieges
Laut einer US-Studie waren lediglich 2 Prozent der US Kampfdrohnenziele in Afghanistan zwischen 2004 und 2012 ranghohe TalibankÀmpfer. Die restlichen 2500 bis 3300 Opfer dieser extralegalen Hinrichtungen waren Zivilist*innen und einfache KÀmpfer.
Die deutsche Regierung plant dennoch dieses Jahr laut Spiegel vom 17.3.14 eine „positive“ Entscheidung ĂŒber den Kauf von Kampfdrohnen.
 
Asyl fĂŒr alle, die es benötigen. Vor allem auch fĂŒr die vom Krieg Betroffenen. FĂŒr ein Asylrecht, das diesen Namen verdient
Lediglich 56 000 (4 %) der syrischen KriegsflĂŒchtlinge haben es bis in die EU geschafft. Libanon hat hingegen 1,6 Millionen aufgenommen.
Deutschland trĂ€gt maßgeblich zur menschenfeindlichen Migrationspolitik der EU bei, die zu einem Massenmord an Menschen auf der Flucht im Mittelmeer fĂŒhrt.
Kriegsdienstverweigerern und Deserteur*innen wird in Deutschland, entgegen der allgemeinen ErklĂ€rung der Menschenrechte,  regelmĂ€ĂŸig Asyl verwehrt.
Im Sinne eines solidarischen Europas wollen wir eine Migrationspolitik, die die Menschen nicht nach Verwertungsinteressen beurteilt, sondern FlĂŒchtlingsrechte garantiert und schĂŒtzt.
 
Friedensbildung statt Militarisierung der Gesellschaft
Wir fordern die sofortige KĂŒndigung der bestehenden Kooperationsvereinbarungen zwischen Kultusministerien und der Bundeswehr sowie die flĂ€chendeckende EinfĂŒhrung und Einhaltung von Zivilklauseln, um eine Lehre und Forschung an Hochschulen zu garantierten, die ausschließlich friedlichen und zivilen Zwecken dient.
 
Bundeswehr abschaffen
Weltweit haben 24 Staaten kein MilitÀr, z.B. Costa Rica. Deutschland wÀre nicht der erste oder einzige Staat ohne MilitÀr.
Wenn das Grundgesetz ernst genommen wird, soll die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee sein. Deutschland hat keine strittigen Landesgrenzen und ist ausschließlich von befreundeten Staaten umgeben. Kaum ein Land auf dieser Welt ist in so einer privilegierten Lage. Deshalb könnte Deutschland ohne Angst einen wichtigen Schritt hin zu einer zivilen Außenpolitik weltweit machen.
 
Wer ist die DFG-VK?
Wir sind eine pazifistische Organisation. In der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen organisieren sich Menschen aus pazifistischer und antimilitaristischer Motivation, die sich gegen Krieg als Mittel der Politik einsetzen.                      
Wir handeln nach der GrundsatzerklĂ€rung der War Resisters‘ International: „Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstĂŒtzen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.“
 
Die DFG-VK Frankfurt/M
Wir treffen uns einmal im Monat in unserem BĂŒro in der MĂŒhlgasse.  Dort diskutieren wir aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und organisieren unsere politische Arbeit. Diese umfasst VortrĂ€ge zu pazifistischen und antimilitaristischen Themen, UnterstĂŒtzung von Aktionen gegen öffentliche Auftritte der Bundeswehr besonders an Schulen und Hochschulen, Engagement gegen Neonazis, BefĂ€higung zu politischer HandlungsfĂ€higkeit durch Mittel des zivilen Ungehorsams und transnationale SolidaritĂ€t und Vernetzungsarbeit.
Wir sind eine offene Gruppe und freuen uns immer ĂŒber neue Gesichter.
 
Kontakt zu uns
Am besten sind wir per Email zu erreichen: dfgvkffm<at>t-online.de
 
Unsere Homepage mit vielen Informationen: www.dfg-vk-hessen.de
 
Unser BĂŒro liegt in der MĂŒhlgasse 13, 60486  Frankfurt-Bockenheim in unmittelbarer NĂ€he zur Leipziger Straße (erreichbar durch U-Bahnen 6/7, Haltestelle Leipziger Str.)

Letztes Update: 17.05.2014 15:30
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