Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

Landesverband Hessen

StartAktuellGeschÀftsstelleBildungswerkThematischesMaterialGruppenDFG-VK Rheinland-Pfalz

Ukraine: Ruslan Kotsaba ist frei

Im Berufungsprozess gegen den ukrainischen Journalisten und Kriegsgegner hat hat das Gericht am 14. Juli 2016 das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt und Ruslan Kotsaba aus der Haft entlassen. Er war am 12. Mai 2016 in Iwano-Frankiwsk wegen "Behinderung der rechtmĂ€ĂŸigen AktivitĂ€ten der StreitkrĂ€fte der Ukraine" zu 3 1/2 Jahren Haft verurteilt worden. Er war er seit Februar 2015 in Untersuchungshaft gewesen. Zuvor hatte er sich in einer Video-Botschaft an PrĂ€sident Poroschenko gegen die KriegfĂŒhrung der Ukraine im Osten des Landes ausgesprochen und erklĂ€rt, er werde sich der Einberufung verweigern. Er hatte seine Landsleute aufgerufen, sich ebenfalls dem Kriegsdienst zu verweigern.

Die Freilassung von Ruslan Kotsaba ist ein Erfolg der von der internationalen Kampagne, die von der DFG-VK und von Connection vorangetrieben wurde. Sie hatten Freiheit fĂŒr Ruslan Kotsaba und die GewĂ€hrleistung der Rechte auf Kriegsdienstverweigerung und Meinungsfreiheit in der Ukraine gefordert.

Zuletzt hatte Ende Mai/Anfang Juni Uliana Kotsaba, Ehefrau von Ruslan Kotsaba, auf Einladung der DFG-VK und von Connection bei Veranstaltungen in Mainz, Rostock, Berlin, Köln und Leipzig mit betrÀchtlichem Medienecho und in GesprÀchen mit Abgeordneten und politisch Verantwortlichen auf das Schicksal ihres Mannes aufmerksam gemacht.

Informationen zur Entscheidung des Gerichts und Links zu Medienberichten dazu:

 

Uliana Kotsaba, Ehefrau von Ruslan Kotsaba informierte bei Veranstaltungen vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 in Mainz, Rostock, Berlin, Köln und Leipzig ĂŒber die Situation ihres Mannes. 

Veröffentlichungen infolge der Veranstaltungsreihe mit Uliana Kotsaba:

 

Ukraine: Freiheit fĂŒr den Journalisten und Kriegsdienstverweigerer Ruslan Kotsaba!

 

Veranstaltung mit seiner Ehefrau Uliana Kotsaba

und dem Politologen und Historiker Dr. Gernot Lennert

MAINZ, Montag, 30. Mai 2016

19 Uhr, Julius-Lehlbach-Haus, Kaiserstr. 26-30, 55116 Mainz

Krieg in der Ukraine: mit Tausenden von Toten, Zwangsrekrutierungen, aber auch Desertionen und Protesten gegen den Krieg. EuropĂ€ische Union und USA mit der NATO auf der einen Seite und Russ­land auf der anderen Seite versuchen, die Ukraine oder möglichst große Teile von ihr in ihren Einflussbereich zu ziehen.

Einer, der sich gegen den Krieg sperrt, ist der Journalist und Kriegsdienstverweigerer Ruslan Kotsaba. Er hatte die Proteste auf dem Maidan unterstĂŒtzt, weil er sich davon eine Demokratisierung der Ukraine erhoffte. Im Januar 2015 aber wandte er sich gegen die neue Regierung und sprach sich gegen die KriegfĂŒhrung der Ukraine im Osten des Landes aus. In einer Videobotschaft an PrĂ€sident Petro Poroschenko erklĂ€rte er, er werde sich der Einberufung verweigern und wĂŒrde eher fĂŒnf Jahre GefĂ€ngnis auf sich nehmen, als auf seine "im Osten lebenden MitbĂŒrger" zu schießen. Er rief seine Landsleute auf, ebenfalls den Kriegsdienst zu verweigern.

Ruslan Kotsaba war seit Februar 2015 in Untersuchungshaft. Am 12. Mai 2016 ist er zu 3 1/2 Jahren GefÀngnis verurteilt worden.

Er war unter dem Vorwurf des Staatsverrats und der Behinderung der TĂ€tigkeit der StreitkrĂ€fte festgenommen worden. In seinen ProzesserklĂ€rungen betonte der 49-jĂ€hrige, dass der Konflikt mit den Separatisten friedlich gelöst werden mĂŒsse.

In der Veranstaltung wird seine Ehefrau Uliana Kotsaba ĂŒber seine Situation, seine Motive und das Verfahren berichten. ErgĂ€nzend dazu wird Dr. Gernot Lennert einige HintergrĂŒnde des Krieges in der Ukraine darstellen.

Veranstaltet von:

  • attac Mainz
  • Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Mainz
  • DFG-VK Bildungswerk Hessen
  • LinkswĂ€rts 
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz
  • SDS-Fraktion im Stupa der Uni Mainz

Faltblatt zur Veranstaltung als pdf

 

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit Uliana Kotsaba und jeweils von Ort zu Ort unterschiedlichen Korreferenten.

Weitere Termine in Rostock (Dienstag, 31. Mai), Berlin (Mittwoch, 1. Juni) Köln (Donnerstag, 2. Juni 2016) und Leipzig (Freitag, 3. Juni)

TrÀger der Veranstaltungsreihe

AnkĂŒndigung der Veranstaltungsreihe auf Russisch bei der Конфедерация революционных анархо-синдикалистов (Konföderation RevolutionĂ€rer Anarchosyndikalisten)

Zum Ukraine-Konflikt insgesamt:

Gernot Lennert: „Ein Spiel mit dem Feuer“: Sammelrezension von neu erschienen BĂŒchern zu Ukraine. In: Zivilcourage Nr. 5/2014 S. 21-23, als separater Text als pdf-Datei


Letztes Update: 15.07.2016 15:01
Druckversion Kontakt Impressum