Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

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Zivil statt militärisch. Instrumente gewaltfreier Intervention

Kann Begleitung Menschen schützen?

peace brigades international und Nonviolent Peaceforce

Freitag, 10. Juni 2016, 16 bis 19 Uhr

MAINZ, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6

Referent:  Matthias Richter

neu: Vortrag von Matthias Richter als Audio-Datei

Eine Veranstaltung der Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main 

Faltblatt zur Veranstaltung

Was bringt internationale Schutzbegleitung?
In unserer Reihe »Zivil statt militärisch: Instrumente gewaltfreier Intervention« beschäftigen wir uns diesmal mit Möglichkeiten und Grenzen der sogenannten internationalen Schutzbegleitung. Hier werden bedrohte MenschenrechtsaktivistInnen, GewerkschafterInnen, AnwältInnen oder auch Führungspersönlichkeiten gewaltfreier politischer Organisationen von Freiwilligen aus Nordamerika oder Europa begleitet, um sie dadurch vor Anschlägen auf ihr Leben oder willkürliche Verhaftungen möglichst zu schützen.

Mit peace brigades international (pbi) feiert 2016 eine wichtige Organisation in diesem Aktionsfeld ihren 35. Geburtstag. Dies nehmen wir zum Anlass, einmal genauer Praxis und Wirksamkeit der internationalen Schutzbegleitung von MenschenrechtsaktivistInnen (MRA) unter die Lupe zu nehmen. In zahlreichen Ländern werden Menschen, die sich für ihre oder die Rechte anderer einsetzen (Vertriebene, von Bergbau bedrohte BäuerInnen, AnwältInnen, GewerkschafterInnen, Priester), bedroht, verletzt, ermordet. Durch die Anwesenheit internationaler BeobachterInnen soll eine gewisse Sicherheit geboten werden, damit MRAs ihre Arbeit fortführen können. Dabei ist einer der Grundsätze von pbi die Nichteinmischung. Begonnen hat pbi mit Begleitungsprojekten in Zentralamerika, die in den letzten Jahren auch auf Staaten in Asien und Afrika ausgeweitet wurden.


Schutzbegleitung und/oder gewaltfreie Konflikttransformation?
Während sich pbi bei fast allen Einsätzen auf die internationale Schutzbegleitung von MRA fokussiert, hat die Nonviolent Peaceforce (NP) ihren Ansatz gewaltfreier Konfliktbearbeitung ausgeweitet und engagiert sich zusätzlich aktiv in gewaltfreier Konflikttransformation.

Gerechtigkeitsorientierte Menschenrechtsarbeit hat die Tendenz zur Konfrontation und kann damit statt zum Frieden auch zur Eskalation beitragen. Eine alle Konfliktparteien einbeziehende Arbeit zur Konflikttransformation kann wiederum zu unpolitischen, technokratischen Lösungen führen, in denen die Menschenrechte kaum noch angesprochen werden.

Wie ist das Zusammenspiel von pbi, NP und den lokalen Partnerorganisationen? Ist es Zeit für eine methodische Weiterentwicklung? Was wurde in der Praxis vielleicht bislang übersehen oder unzureichend umgesetzt? Welche Chancen und Grenzen bieten die unterschiedlichen menschenrechtsorientierten Ansätze ziviler Konfliktbearbeitung?

Um diese Fragen zu diskutieren, haben wir Matthias Richter eingeladen. Er ist neben seinem Beruf seit über 20 Jahren bei pbi sowohl regional als auch international engagiert, hat schon vor 20 Jahren eine Ausbildung zur Friedensfachkraft absolviert und ist Trainer in Gewaltfreier Kommunikation (GfK).

 

Zur Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main gehören

  • DFG-VK Bildungswerk Hessen e.V.
  • Fachbereich Frieden im Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
  • Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
  • pax christi-Diözesanverband Limburg
  • pax christi-Diözesanverband Mainz
  • Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz

Um planen zu können, würden wir uns über eine Anmeldung bis zum 3. Juni 2016 freuen. Anmeldungen und Kontakt zur Projektgruppe: pax christi-Diözesanverband Limburg, Dorotheenstr. 11, 61348 Bad Homburg. Tel.: 06172-928679, Fax: 06172-673340. friedensarbeiter<at>pax-christi.de

Letztes Update: 17.06.2016 15:22
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