Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

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Gewaltfrei siegen?

Die Gewaltfreiheit als Strategie und Praxis in den arabischen Umbrüchen

mit Andreas Zumach, Genf

Freitag, 25. November 2011, 16 bis 19 Uhr

Ort: Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
Baseler Straße 27–31, FRANKFURT am Main

Programm
16.00 Uhr: Vorstellung von Aktivitäten der Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main
16.15 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach, Genf
19.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Faltblatt zur Veranstaltung

Um planen zu können, würden wir uns über eine Anmeldung bis zum 21.  November 2011 freuen.
Anmeldungen und Kontakt zur Projektgruppe:
pax christi-Bistumsstelle Limburg
Dorotheenstraße 11 • 61348 Bad Homburg
Tel./Fax: 0 61 72  92 86 79   E-Mail: friedensarbeiter@pax-christi.de

Eine Veranstaltung der
Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main

Mitglieder der Projektgruppe:

  • DFG-VK Bildungswerk Hessen e. V.
  • Friedenspfarramt der Evangelischen Kirche in
    Hessen und Nassau
  • Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz
  • pax christi-Bistumsstelle Limburg
  • pax christi-Bistumsstelle Mainz
  • Referat Weltmission / Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz

www.gewalt-loest-keine-konflikte.de

Die Bedeutung der Gewaltfreiheit

Die arabische Revolution im Frühjahr dieses Jahres fegte scheinbar mühelos jahrzehntelang herrschende Diktatoren in Tunesien und Ägypten hinweg. Während in Tunesien in diesen Tagen die ersten freien Wahlen stattfanden, gestaltet sich der Weg in Ägypten schwieriger. Armee, Polizei und Geheimdienst gelang es bisher, ihre Strukturen zu erhalten. Zwar hat dort die Armee zumindest vorerst ein Blutbad verhindert, auf ihre politische Macht und ihre Privilegien scheint sie aber nicht verzichten zu wollen. Neue, teilweise blutige Auseinandersetzungen sind in Kairo wieder auf der Tagesordnung. Besteht die Gefahr, dass die vielen Demonstrierenden um die Früchte des friedlichen Aufstandes betrogen werden?

In Bahrain beendeten saudische Panzer vorerst die Proteste der Bevölkerung. Libyens Diktator wurde durch massive Unterstützung der NATO für die »Rebellen« zwar gestürzt, doch wie es nach dem militärischen Sieg weitergeht, ob demokratische Partizipation möglich wird oder doch eher ein Bürgerkrieg droht, ist derzeit kaum abzusehen. In Syrien wiederum wehrt sich das Assad-Regime seit Monaten mit unvorstellbarer Brutalität gegen gewaltlos eingeforderte Veränderungen, ebenso wie dies lange im Jemen der Fall war und auch teilweise noch ist. Diktator Saleh verteidigt seine Macht mit brutalster Gewalt.

Gemeinsam mit unserem Referenten, dem Journalisten Andreas Zumach, wollen wir versuchen, die unterschiedlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen und die Entwicklungsmöglichkeiten in einigen Staaten der Region besser zu verstehen. Zu fragen ist insbesondere nach den Bedingungen und Ursachen bisherigen gewaltfreien oder gewaltarmen zivilen Widerstandes, nicht zuletzt in Syrien und lange auch im Jemen. Dabei suchen wir nach den gesellschaftlichen Bedingungen und Chancen nicht militärischen zivilen Widerstandes in den arabischen Ländern. Zudem wollen wir diskutieren, was zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland tun können, um die demokratischen Aufbrüche in der arabischen Welt zu unterstützen und sie vor einer Instrumentalisierung durch westliche Wirtschaftsinteressen zu bewahren.

Andreas Zumach ist langjähriger UN-Korrespondent in Genf und arbeitet unter anderem für die tageszeitung (taz) und für verschiedene Radiosender. Er ist Volkswirt sowie Mitglied der DFG-VK und verfügt über sehr gute Kontakte in den Nahen und Mittleren Osten. 2009 wurde Andreas Zumach den renommierte Göttinger Friedenspreis verliehen.

Letztes Update: 08.11.2011 16:40
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