Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Hessen
Protest an der Fassade von Crytek in Frankfurt 24./25.6.2017
Protest gegen Crytek in Frankfurt 9.6.2017
Protest gegen Crytek in Frankfurt 9.6.2017
Protest gegen Crytek in Berlin 26.4.2017
Protest gegen Crytek in Rotterdam 16.5.2017

Gegen die Kooperation des Videospiel-Herstellers Crytek mit Rüstungsunternehmen!

Licht-Performance an „Crytek“-Hauptsitz

Pressemitteilung der DFG-VK vom 26. Juni 2017

Friedensaktivisten protestierten am Wochenende in Frankfurt gegen die Kooperation des Videospiel-Herstellers Crytek mit der Rüstungsindustrie: Sie projizierten einen Film sowie ihre Forderungen an das Gebäude. Fotos von der Aktion zur freien Verwendung gibt es hier.

„MAKE GAMES – NOT WAR“ war in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf der Fassade des Westend-Carree in Frankfurt am Main zu lesen, dem Sitz des deutschen Videospiel-Herstellers Crytek. Dazu war noch eine bekannte Crytek-Videospielfigur zu sehen, die ein Gewehr zerbrach. Aktivsten der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) hatten den Schriftzug, das Motiv sowie einen erklärenden Film in der Nacht mit einem Beamer an das Gebäude projiziert: „Crytek‘ entwickelt nicht nur Videospiele, sondern verkauft seine Software auch an Rüstungsunternehmen, die damit Schießsimulatoren ausstatten“, erklärt Michael Schulze von Glaßer, stellvertretender politischer Geschäftsführer der DFG-VK, den Grund für den Protest.

Zu den Kunden von Crytek gehöre etwa der Rüstungskonzern Thales: „Das Unternehmen hat vor kurzem die umstrittene Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando-Spezialkräfte mit Schießsimualtoren für Raketenwerfer ausgestattet, die mit der Software von Crytek funktionieren“, so Schulze von Glaßer. Die Aktivisten fordern Crytek auf, sich auf die Herstellung von Videospielen zu konzentrieren und seine Software nur an zivile Kundinnen und Kunden zu verkaufen: „Ein Unternehmen, dass Unterhaltungsprodukte herstellt, sollte nicht dafür sorgen, dass Soldatinnen und Soldaten besser in Kriege ziehen und auf Menschen schießen können“, erläutert DFG-VK-Aktivist Schulze von Glaßer die Forderung.

Der Licht-Performance-Protest vor dem Crytek-Hauptsitz ist der jüngste einer ganzen Reihe von Aktionen: Bereits bei der Vergabe des Deutschen Computerspielpreises in Berlin, der Rüstungsmesse ITEC in Rotterdam und auch schon in Frankfurt gab es Protest-Aktionen des Friedensverbands. Crytek hat darauf bisher nicht reagiert und ist auch auf Gesprächsangebote nicht eingegangen. Dazu Michael Schulze von Glaßer: „Wir suchen weiterhin das Gespräch mit Crytek und würden uns über Reaktionen auf unsere bislang unbeantworteten Briefe sehr freuen.“

Hochaufgelöste Fotos von der Aktion in Frankfurt zur freien Verwendungen finden sich hier.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Kampagnenseite www.CRYTEK.DFG-VK.de oder nehmen für Interviews oder bei Nachfragen jederzeit telefonisch unter 0176/23575236 oder per E-Mail unter svg@dfg-vk.de Kontakt auf!

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Frankfurt am Main/Stuttgart, 26. Juni 2017

 

Protestaktion vor dem Eingang der Firma Crytek, 9. Juni 2017

FRANKFURT/M., Freitag, 9. Juni 2017
9 - 10.30 Uhr, Grüneburgweg 16-18 (Westend-Carree) (U Grüneburgweg)

Video von der Protestaktion gegen Crytek in Frankfurt, 9.6.2017 2:42 min

Im April 2017 hat die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) eine Kampagne gegen die Zusammenarbeit des in Frankfurt ansässigen Videospiel-Herstellers Crytek mit der Rüstungsindustrie gestartet

Die DFG-VK fordert ein Ende der Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Videospiel-Hersteller Crytek und Unternehmen aus der Rüstungsindustrie. Crytek verkauft die Software, mit der die Videospiel-Welten erschaffen werden, auch an Rüstungsfirmen, die damit Trainingssimulatoren für das Militär ausstattet. So trainieren letztlich Soldatinnen und Soldaten mithilfe der Videospiel-Software für – teils sogar völkerrechtswidrige – Militäreinsätze und lernen beispielsweise, effizienter auf Menschen zu schießen oder Waffensysteme zu bedienen.

Unserer Meinung nach sollte Videospiel-Software aber nur für Spiele und zivile Anwendungen genutzt werden.

Mehr dazu auf der Kampagnenseite www.CRYTEK.DFG-VK.de

Letztes Update: 02.03.2018, 18:49 Uhr